Selank: sieben Glieder, drei Proline
29.09.2026
Selank ist ein Heptapeptid mit einer auffälligen Besonderheit: Drei seiner sieben Glieder sind Prolin. Das bestimmt die Form der Kette und macht die Synthese anspruchsvoller, als sieben Glieder vermuten lassen.
Thr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro
Die Sequenz lautet Thr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro. Die Positionen drei, fünf und sieben tragen Prolin, die Summenformel ist C₃₃H₅₇N₁₁O₉, das Molekulargewicht 751,90 g/mol, die CAS-Nummer 129954-34-3. Alles steht auf der Produktseite.
Prolin ist die einzige der zwanzig Standardaminosäuren mit einem Ring, der den Kettenrücken einbindet. Wo Prolin steht, kann sich die Kette nicht frei drehen. Drei davon in sieben Gliedern heißt: Die Form ist weitgehend festgelegt — und in der Festphasensynthese laufen Kopplungen an einer starren Stelle schlechter als an einer beweglichen.
Vier Glieder aus dem Original, drei angehängt
Die ersten vier Glieder sind Tuftsin, ein körpereigenes Tetrapeptid des Immunsystems. Die drei angehängten Glieder Pro-Gly-Pro sind eine Ergänzung, die die Kette im Modell länger messbar macht — dasselbe Bauprinzip wie bei Semax, das ebenfalls sieben Glieder hat und ebenfalls auf Pro-Gly-Pro endet.
Die Ausgangssequenzen der beiden haben allerdings nichts miteinander zu tun. Was sie trennt und was sie verbindet, steht im Vergleich Semax und Selank.
Vier Berichte, drei mit Wert
Im Zertifikatsregister liegen vier Analysenberichte zu dieser Substanz, alle aus 10-mg-Chargen, also aus der Abfüllgröße, die hier auch verkauft wird. Drei nennen eine gemessene Reinheit von über 99,8 Prozent, einer keinen Zahlenwert.
Die Spezifikation lautet mindestens 98 Prozent. Dass ein älterer Bericht keine Zahl trägt, ist keine Lücke im Register, sondern eine Eigenschaft des Dokuments; nachgetragen wird nichts. Worauf zu achten ist, erklärt Ein Analysenzertifikat lesen.
Was kurze Ketten leicht und schwer macht
Sechs Kopplungsschritte sind wenig, und die hohen Werte in den Berichten folgen daraus — nicht aus einem Verdienst des Anbieters. Die drei Proline ziehen die Rechnung allerdings in die andere Richtung, weil an ihnen die Kopplung zäher läuft als an gewöhnlichen Gliedern.
Die Massenspektrometrie hat es bei 751,90 g/mol einfach: Die erwartete Masse ist eindeutig, eine Abweichung fällt auf. Nicht zu verwechseln ist die Reinheit mit dem Peptidgehalt, der wegen Gegenionen und Restfeuchte niedriger ausfällt — bei einem so leichten Molekül fällt dieser Unterschied stärker ins Gewicht als bei einer langen Kette.
Vor dem Ansetzen
Geliefert wird lyophilisiertes Pulver; was die Lyophilisation damit macht, steht in Lyophilisation und Lagerung. Es geht mit bakteriostatischem Wasser in Lösung; die Konzentration rechnet der Rekonstitutionsrechner aus.
Kurz zusammengefasst
Sieben Glieder, drei davon Prolin, 751,90 g/mol, CAS 129954-34-3, vier Analysenberichte aus der passenden Vialgröße. Die übrigen Substanzen des Feldes stehen unter Neuropeptidforschung.
Häufige Fragen
Woraus besteht Selank?
Aus sieben Aminosäuren: Thr-Lys-Pro-Arg-Pro-Gly-Pro. Die ersten vier entsprechen dem körpereigenen Tetrapeptid Tuftsin, die drei angehängten Glieder sind eine stabilisierende Ergänzung.
Warum sind drei Proline bemerkenswert?
Prolin ist die einzige Standardaminosäure mit einem Ring im Kettenrücken. An diesen Stellen kann sich die Kette nicht frei drehen, und die Kopplung in der Synthese läuft zäher.
Wie viele Analysenberichte liegen vor?
Vier, alle aus 10-mg-Chargen. Drei nennen über 99,8 Prozent, einer trägt keinen Zahlenwert; alle sind ohne Konto im Register einsehbar.
Nur für Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt.
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