Reinheit
Definition Die Reinheit gibt an, welcher Anteil einer Probe auf die Zielsubstanz entfällt, üblicherweise als Prozentwert aus der HPLC. Sie ist immer ein Messwert einer bestimmten Charge.
Bestimmt wird sie über die Fläche unter den Signalen im Chromatogramm: Die Fläche des Zielpeaks geteilt durch die Gesamtfläche aller Peaks ergibt den Anteil. Eine Reinheit von 99 Prozent bedeutet also, dass ein Prozent der erfassten Fläche auf andere Bestandteile entfällt.
Eine Reinheitsangabe ohne Methode ist wertlos, weil verschiedene Verfahren verschiedene Dinge messen. Im Zertifikat steht deshalb neben dem Wert immer das Verfahren.
Nicht zu verwechseln mit dem Peptidgehalt: Der beschreibt, welcher Anteil der Einwaage reines Peptid ist, und liegt wegen Salzen und Restfeuchte oft niedriger als die Reinheit.
Ein Prozentwert ohne Methode ist keine Angabe. Zur Zahl gehören das Verfahren, das Labor und das Analysedatum, sonst lässt sich nicht beurteilen, worauf sie sich bezieht. Aus demselben Grund gehört sie zu einer bestimmten Charge und nicht zu einem Produkt im Allgemeinen.
Hundert Prozent kommen in der Praxis nicht vor. Jeder Kupplungsschritt der Synthese hinterlässt eine Restmenge unvollständiger Ketten, und die Aufreinigung entfernt nicht alles davon. Je länger die Sequenz, desto mehr solcher Schritte — weshalb lange Moleküle die schwierigeren Kandidaten sind.
Für diesen Shop gilt eine Spezifikation von mindestens achtundneunzig Prozent. Was in der einzelnen Charge gemessen wurde, steht in deren Zertifikat — der veröffentlichte Bestand reicht von Werten knapp unter der Spezifikation bis zu hundert Prozent. Die Kennzahlen dazu stehen auf der Seite Qualität und stammen aus dem Bestand der Berichte, nicht aus einer Eintragung.